Wirtschaft, Handwerk & Tourismus
Ich sitze im Ausschuss für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus und bin seit Juli 2026 Sprecher meiner Fraktion für Start-ups und Gründungen. Das ist kein Zufall, sondern dieselbe Aufgabe von zwei Seiten: Ein Standort lebt nicht davon, dass Neues entsteht oder Bestehendes bleibt. Er lebt davon, dass beides ineinandergreift.
Der Mix macht uns stark.
Industrie, Mittelstand, Handwerk, IT und Life Sciences – kaum eine Region in Deutschland hat diese Mischung so dicht beieinander wie die Metropolregion Rhein-Neckar. Das ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Jahrzehnten. Und es bleibt nur so, wenn Politik die Bedingungen dafür schafft.
Wirtschaft und Klimaschutz sind dabei kein Gegensatz, sondern dieselbe Rechnung: Die Unternehmen, die den Umbau jetzt schaffen, sind die, die es in zwanzig Jahren noch gibt.


Tourismus als Wirtschaftsfaktor ernst nehmen
Weinbau im Kraichgau, Radwege, Bertha Benz und die erste Fernfahrt der Automobilgeschichte, die hier durchführte: Der Wahlkreis hat touristisch mehr zu bieten, als er aus sich macht. Tourismus ist dabei kein Freizeitthema, sondern Umsatz für Gastronomie, Handel und Winzerbetriebe – gerade in Orten, in denen sonst wenig Wirtschaftsstruktur übrig ist.
Was fehlt, ist meist keine Idee, sondern Vermarktung über Gemeindegrenzen hinweg und eine Förderung, die kleine Betriebe nicht an der Antragslogik scheitern lässt.
Woran ich arbeite
Transformation, die die Beschäftigten mitnimmt
Energieintensive Produktion gibt es bei uns direkt vor der Haustür – Zementwerk und Steinbruch in Nußloch sind das offensichtlichste Beispiel, aber längst nicht das einzige. Diese Betriebe klimaneutral zu bekommen, ist technisch anspruchsvoll und teuer. Die Frage ist nicht, ob das passieren muss, sondern wer die Rechnung bezahlt.
Meine Antwort: nicht die Beschäftigten. Es braucht verlässliche Förderbedingungen über mehrere Jahre, bezahlbaren Strom für die Industrie und Genehmigungsverfahren, die nicht länger dauern als der Umbau selbst.
Handwerk: weniger Papier, mehr Nachwuchs
Das Handwerk hat kein Nachfrageproblem. Es hat ein Personalproblem und ein Bürokratieproblem. Betriebe, die drei Monate im Voraus ausgebucht sind, verbringen Abende mit Nachweisen und Dokumentation – und finden keine Nachfolge.
Konkret heißt das: berufliche Ausbildung endlich gleichwertig behandeln, bei Berufsschulen wie bei der Berufsorientierung an Gymnasien. Meisterausbildung finanziell entlasten. Und öffentliche Aufträge so ausschreiben, dass ein Betrieb mit acht Beschäftigten überhaupt bieten kann.
Innenstädte, die mehr sind als Verkaufsfläche
Wiesloch ist Einkaufsstadt für das Umland, und wie überall macht sich der Online-Handel in den Ladenzeilen bemerkbar. Leerstand ist dabei selten nur ein Handelsproblem – er ist ein Immobilien-, Erreichbarkeits- und Aufenthaltsproblem.
Das Land kann hier nicht alles, aber es kann mehr als bisher: Förderprogramme, die Zwischennutzung und Umbau ermöglichen statt nur Fassadensanierung, und Unterstützung für Kommunen, die ihre Zentren aktiv entwickeln wollen, statt auf den nächsten Mieter zu warten.

Verbunden mit: Start-ups & Gründungen
Als Sprecher meiner Fraktion für Start-ups und Gründungen arbeite ich daran, dass aus Forschung hier auch Unternehmen werden. Warum das gerade in dieser Region entschieden wird, steht auf der eigenen Themenseite.
Was ich konkret tue
- Ich besuche Betriebe im Wahlkreis und arbeite dort einen Tag mit – vom Handwerksbetrieb bis zum Einzelhandel. Man erfährt an der Werkbank mehr als im Konferenzraum.
- Ich vernetze Betriebe, Kammern und Verwaltung, wo eine Sache an einer einzelnen Stelle hängt.

