Start-Ups & Gründungen
Seit Juli 2026 bin ich Sprecher meiner Fraktion für Start-ups und Gründungen. Das heißt: Wenn im Landtag über Gründungsfinanzierung, Technologietransfer oder Förderprogramme verhandelt wird, ist das mein Thema. Ich bin gelernter Bankkaufmann und Bank-Betriebswirt – ich weiß also, wie eine Finanzierungsrunde aussieht und woran sie scheitert. Und ich komme aus einer Region, in der sich gerade entscheidet, ob Baden-Württemberg als Gründerland ernst genommen wird.
Gründen darf
keine Mutprobe sein!
Baden-Württemberg hat alles, was eine führende Gründerregion braucht: Forschung auf Weltniveau, eine Industrie, die als Kunde bereitsteht, und Menschen, die etwas aufbauen wollen. Woran es hakt, ist selten die Idee. Es sind Kapital, Flächen und Formulare.
Als Sprecher meiner Fraktion für Start-ups und Gründungen habe ich einen Auftrag: dass aus guten Ideen hier Unternehmen werden – und nicht anderswo.


Aus der Forschung in die Firma
Zwischen Hochschule und Unternehmen steht in Baden-Württemberg zu oft eine Wand: unklare Regeln zu geistigem Eigentum, Nebentätigkeitsrecht, kein sauberer Übergang zwischen Stelle und Gründung. Wer aus dem Labor heraus gründet, verliert dabei Monate. Das ist vermeidbar, und es ist eine Frage des politischen Willens.
Woran es hakt
Kapital für die zweite Runde
In der Frühphase ist Baden-Württemberg ordentlich aufgestellt. Schwierig wird es, wenn ein Unternehmen wächst und zweistellige Millionenbeträge braucht: Dann kommt das Geld aus den USA – oder es kommt nicht. Und mit dem Geld gehen oft Sitz, Patente und Arbeitsplätze.
Wir brauchen Wachstumskapital aus dem Land: mehr Volumen, längeren Atem und Bedingungen, unter denen institutionelle Investoren hier überhaupt investieren dürfen. Wer in Baden-Württemberg gründet, soll in Baden-Württemberg skalieren können.
Flächen, die zur Technologie passen
Ein Labor ist kein Büro. Life Sciences, Medizintechnik, Photonik oder Quantentechnologie brauchen Reinräume, Speziallabore und Genehmigungen. Genau da geraten junge Unternehmen ins Stocken – nicht bei der Gründung, sondern beim Auszug aus dem Inkubator.
Es braucht mehr bezahlbare Technologieflächen und Kommunen, die dabei Unterstützung erfahren statt Alleingang.
Weniger Formulare, schnellere Entscheidungen
Die Gewerbeanmeldung ist nicht das Problem. Das Problem ist alles danach: Förderanträge in Papierlogik, Berichtspflichten im Monatstakt, Vergabeverfahren, an denen ein Team von fünf Leuten schlicht nicht teilnehmen kann.
Zwei Hebel: Verwaltungsleistungen konsequent digitalisieren – einmal eingeben statt siebenmal. Und öffentliche Aufträge so zuschneiden, dass junge Unternehmen überhaupt bieten können. Der Staat ist ein hervorragender erster Kunde, wenn man ihn erreicht.

Warum das hier bei uns entschieden wird
Die Metropolregion Rhein-Neckar ist einer der Orte, an denen sich zeigt, ob es funktioniert. Die Universität Heidelberg mit ihren Transferstrukturen, der Technologiepark, die InnoWerft in Walldorf, ein über Jahrzehnte gewachsenes Software-Ökosystem und eine Dichte an Life Sciences, die in Europa selten ist – dazu ein Mittelstand, der als Kunde und Entwicklungspartner bereitsteht.
Was fehlt, ist nicht die Substanz. Es ist die Verbindung zwischen den Teilen. Daran arbeite ich – im Landtag und hier vor Ort.
Was ich konkret tue
- Ich bin regelmäßig bei Gründerinnen und Gründern, in Inkubatoren und Technologiezentren der Region – nicht für Fototermine, sondern um zu hören, wo es klemmt.
- Ich bringe diese Rückmeldungen in den Wirtschafts- und den Finanzausschuss ein, wo über Förderprogramme und Landesbeteiligungen entschieden wird.
- Ich vernetze Start-ups mit Kommunen, Kammern und Landesverwaltung, wenn es an einer Stelle hängt, die sich mit einem Anruf lösen lässt.

Ihre Erfahrung interessiert mich
Sie gründen gerade, planen es – oder haben es versucht und sind an einer Stelle gescheitert, die niemand hätte bauen müssen? Genau diese Fälle brauche ich, um in Stuttgart konkret zu werden.
